Treffen vor Ort

Zur Ruhe kommen, Gott und anderen begegnen.

Emmanuel School of Mission

Jüngerschafts- und Evangelisationsschule

Forum Altötting

1.-4. August 2019

Mission possible

Kurs und Buch

Priesterweihe und Primiz von Gregor Schweizer

Der Himmel war offen

Wenn man die Tage der Priesterweihe und der Primiz von Gregor Schweizer mit einem Wort zusammenfassen möchte, würden wohl viele Beteiligte übereinstimmend sagen: Freude! Die Freude war spürbar, als der Neugeweihte ergriffen und strahlend aus dem Münchner Frauendom auszog. Sie war mit Händen zu greifen, als Freunde und Angehörige ihn mit frenetischem Beifall empfingen. Sie spiegelte sich wider in so kleinen wie liebevollen Details der Zußdorfer Dorfgemeinschaft, mit denen sie den Ort inklusive Ortsschild geschmückt hatten, um das Ereignis möglichst greifbar zu machen. Sie war zu spüren, als der Primiziant mit dem Festzug von seinem Elternhaus zum Freialtar zog. Sie war nicht zu überhören in den beiden Chören und der Blaskapelle, die die musikalische Gestaltung übernommen hatten. Sie war da in den Herzen der knapp 1.000 Gottesdienstteilnehmer, im Herzen Gregor Schweizers – und ganz gewiss auch im Herzen Gottes.

Vor 15 Jahren war die Gemeinschaft Emmanuel zu einer zehntägigen Pfarrmission in der Seelsorgeeinheit in der Nähe von Ravensburg. Damals lebte der 14-jährige Gregor Schweizer auf dem elterlichen Bauernhof, war Ministrant und spielte in der Blaskapelle. Ein Jahr später fuhr er zum Weltjugendtag nach Köln und bekam zum ersten Mal eine Ahnung davon, dass Gott ihn zum Priestertum berufen könnte. Der Weg dahin war noch lang: Nach dem Abitur besuchte er für ein Jahr die Emmanuel School of Mission, wo er die Gemeinschaft Emmanuel noch besser kennen und v.a. lieben lernte. Es folgte ein Jahr der geistlichen Unterscheidung in Namur (Belgien). In München trat er dann in das Priesterseminar ein. Sein Freijahr verbrachte er in Paris, wo er mit ehemaligen Obdachlosen lebte. Die Stadt an der Seine, in der die Gemeinschaft Emmanuel entstanden ist und in vielfältiger Weise das kirchliche Leben mitgestaltet, hielt ihn noch etwas länger fest: Schweizer entschied, sein Studium hier zu beenden – auch, um von der theologischen Ausbildung dort zu profitieren. Seine praktische Ausbildung absolvierte er im Pfarrverband in München-Laim.

Von der Priesterweihe im gut gefüllten Liebfrauendom hat sich Gregor Schweizer v.a. ein Moment eingeprägt: Als die zahllosen Priester vor ihn hintraten, um ihm schweigend die Hände aufzulegen, da wusste er, „dass ich ein Netz habe, das mich auffängt und trägt.“ Als er am nächsten Tag zu seiner Primiz die Dorfgemeinschaft mit den Mitgliedern der Gemeinschaft Emmanuel zusammen vor sich sah, kam ein weiterer tiefer Eindruck hinzu: „Es war wie bei einer Hochzeit, bei der die verschiedenen Familien einander begegnen. Die Freunde und die Verwandten sind für mich sehr wichtig, aber auch die Geschwister aus der Gemeinschaft Emmanuel. Das war sehr bewegend zu sehen, wie sie bei diesem Fest zusammen gekommen sind.“ Zur Priesterweihe waren neben Familie und Freunden auch Michel-Bernard de Vregille, der Generalmoderator der Gemeinschaft Emmanuel, sowie Henri-Marie Mottin, der Verantwortliche der Klerikervereinigung der Gemeinschaft Emmanuel, eigens aus Paris angereist und haben so ihre Verbundenheit gezeigt.

Auf seine Primiz hatte sich seine Heimatdorf ein Jahr lang vorbereitet. Vieles galt es zu planen: Verpflegung, Musik, Liturgie, Schatten, Sitzgelegenheiten, Freiluftaltar. Doch das, was an dem Tag wirklich geschah, konnte auch der beste Primizausschuss nicht voraus planen, denn das war ein Geschenk des Himmels selber, der an diesem Tag offen stand: Angefangen vom guten Wetter, das es ermöglichte, den Gottesdienst im Freien zu feiern, so dass alle Gäste Platz und Sicht hatten, über die frohe Stimmung bis hin zu dem, was im Herzen jedes einzelnen passierte. Denn das war dem Primizianten ganz wichtig: Das Fest sollte nicht ihn in den Mittelpunkt stellen, sondern jedem einzelnen die Möglichkeit eröffnen, Gott zu begegnen.

„Wenn man die Gäste fragt, wer heute im Mittelpunkt steht, würden sie sagen, dass das Gregor ist. Wenn man Gregor fragt, würde er sagen, dass Jesus im Mittelpunkt steht. Wenn wir Gott fragen, dann sagt er uns, dass für ihn jeder einzelne von uns im Mittelpunkt steht.“ Mit diesen Worten wurde das Programm des Nachmittags vorgestellt, das weit mehr als nur gutes Essen und schöne Begegnungen beinhaltete.

Dem Primizianten war es ein Anliegen, dass am Nachmittag nicht nur der begehrte Primizsegen im Fokus war. Während Gregor Schweizer im Schatten der Kirche den Einzelprimizsegen spendete, sammelten sich im Innern der Kirche zahlreiche Menschen vor dem ausgesetzten Allerheiligsten für eine Zeit der Anbetung. Die musikalische, die Gebetsatmosphäre unterstützende Gestaltung wurde mit Lautsprechern nach draußen übertragen. Dort gab es nicht nur eine lange Schlange zum Empfang des Primizsegens, sondern auch vor den fünf Priestern, die drei Stunden lang ununterbrochen Beichte hörten. Für viele Zußdorfer kamen da Erinnerungen an die Pfarrmission 2004 hoch und manch einer nutzte die Gelegenheit, wieder einen bewussten Schritt auf Gott zu zu machen.

So schaut Gregor Schweizer mit einer tiefen Dankbarkeit auf diese Gnadentage zurück. In der Primizpredigt hatte Pfarrer Markus Zurl darauf hingewiesen, dass man Zeit seines Lebens in das mitunter zu groß geratene Priestergewand und damit in die Priesterberufung, die einen jeden Priester übersteigt, hinein wachsen müsse. Für Gregor Schweizer beginnt nun im Pfarrverband Gräfelfing die Zeit, erste eigene Schritte als Priester zu setzen. Sein Primizspruch „Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen.“ (Joh 15,5) zeigt auf, was ihm wichtig ist: Mit derganzen Person in Christus verwurzelt zu sein, damit Jesus selbst durch ihn Frucht schenken kann.

 

Weitere Links:

Kurzvideo Priesterweihe und Primiz (Youtube)

Bericht der Diözese

 

Fotos: Pierre-Yves Huet

Wir beten für Sie

Schreiben Sie uns Ihr
Gebetsanliegen

Termine

Köln, Emmanuel Meeting

21.07.2019, 18:00 - 19:45

Kontakt: em-koeln@emmanuel.de

Ort: St. Aposteln, Neumarkt 30, 50667 Köln

Impuls| Lobpreis | Hl. Messe | Gemeinschaft

Rastatt, Abende der Begegung

25.07.2019, 19:00 - 21:30

Kontakt: mechtild.dekempe@emmanuel.de

Ort: Rastatt, wechselnde Adresse auf Anfrage

Imbiss | Lobpreis | Impuls | Austausch

München, dieMesse

28.07.2019, 19:00 - 20:30

Ort:

Jugendmesse mit Come-Together

Weitere Termine

Seite empfehlen